Projekt Beschreibung

Der Südkoreaner aus Roggwil

Er ist Maschinenbauingenieur, Erfinder, Unternehmer, Selbstversorger, ehemaliger Restaurantbesitzer, Lebensmittel- und Skiimporteur, Grossvater und Vater von vier eigenen und drei Pflegekindern. Karl Müller wurde am 29. November 1952 in Roggwil/TG geboren. Als Maschinenbauingenieur musste Karl Müller vor seinem Abschluss an der ETH Zürich ein Praktikum absolvieren. Als er sich auf der Praktikumsvermittlungsstelle meldete, fand er auf einer Liste verschiedene Unternehmen, unter anderem auch eine Stellenausschreibung eines südkoreanischen Unternehmens. Nachdem er an der ETH graduiert hatte, arbeitete er dort noch ein Jahr lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter, bevor er sich dafür entschied, 1979 nach Südkorea auszuwandern.

Unternehmerseite entdeckt

Dort fand er eine Marktlücke und gründete seine erste Firma, die Schweizer Spezialitäten für Hotels importiert. In den folgenden Jahren baute er 12 Unternehmen in Korea auf. Er eröffnete Restaurants, verkaufte Textilmaschinen und importierte als erster Händler Ski nach Korea. Alle Bereiche, an die er Hand anlegte, wurden zum Goldesel.

Höhen und Tiefen

Der Preis für diesen Erfolg in Südkorea traf ihn schwer, denn er brannte physisch und seelisch aus. Um wieder gesund zu werden, verkaufte Karl Müller 1990 alle Firmen und kehrte in die Schweiz an den Bodensee zurück. Er kaufte einen Bauernhof und wurde 10 Jahre lang Selbstversorger. In dieser Zeit errichtete er ein privates Drogenheim als ‚non-Profit‘-Organisation, dies aufgrund seines gefundenen Lebenssinnes im Gott der Bibel. Nach 3 Jahren ging ihm aber das Geld aus und Müller begann als Marktfahrer an Wochenmärkten zu arbeiten.

Der Beginn von MBT

In Südkorea entdeckte er die positiven Eigenschaften des Lehmbodens. Wenn auf den Feldern das Wasser langsam abläuft, ist der Boden weich-elastisch und sehr angenehm zum Gehen und Stehen. So empfing er die Idee des MBT als Geschenk des Himmels. Er erforschte und entwickelte dieses Konzept an sich selbst. Im Jahr 1997 brachte Müller den MBT Schuh auf den Markt und revolutionierte mit dieser «abrollenden Sohle» die Schuhindustrie. Dieser einzigartige Abrollschuh bewährte sich therapeutisch, und wird bis heute weltweit von über 100 Schuhherstellern kopiert. Müller wollte auf diesem Weg weitergehen, seine Mitstreiter verfolgten jedoch andere Pläne. Der ehemalige Skirennfahrer Klaus Heidegger hatte sich mit einigen Prozenten an der Firmengruppe von MBT beteiligt. Im Unterschied zu Müller wollte er aus dem MBT ein Lifestyle-Produkt machen. Das führte zu ständigen Strategie-Diskussionen, worauf Müller sein gesamtes MBT Aktienpaket an Klaus Heidegger und seine Geschäftspartner verkaufte.

 

 

kybun – die neue Generation

Karl Müller forschte weiter, wie er das angenehme Reisfeldgefühl noch besser imitieren konnte. Die elastisch-federnde Sohle hätte eigentlich die nächste MBT Generation werden sollen. Da dies nicht mehr möglich war, entstand aus dieser Weiterentwicklung die neue Marke kybun. Im Jahre 2007 gründete er die Firma kybun AG und begann mit der Entwicklung vom kybun Schuh und anderen ergänzenden Produkten. Wie der MBT hat er eine besondere Sohle: Sie ist aber nicht rund, sondern besteht aus einem elastischen Luftkissen. Das zwingt die Träger zum ständigen Ausbalancieren, löst körperliche Verspannungen und Blockaden, belastet die Gelenke gleichmässig und hat zur Folge, dass auch im hohen Alter noch schmerzfreies Gehen und Stehen möglich ist.

Gesundheit als Lebensaufgabe

Nach einem Berufsleben mit vielen Höhen und Tiefen sieht sich Müller heute als geläuterter Unternehmer. Er wolle nicht mehr dem Geschäft hinterherrennen. Wichtiger sind ihm gute und nützliche Beziehungen zu den Menschen. Sind diese vorhanden, so wird sich dies auch positiv im Geschäft und so bei kybun auswirken. So zählt für Müller, dass kybun nur dann ein erfolgreiches Unternehmen ist, wenn die Kunden Freude am Produkt haben, dieses weiterempfehlen und ihnen medizinisch langfristig geholfen werden kann.

Was Karl Müller auf dem Herzen liegt

«Ich glaube, dass der Gott der Bibel für jeden Menschen einen Plan für sein Leben hat. Um diesen Plan umzusetzen bekommt er die entsprechende Ausrüstung in Form von Talenten, Gaben, Mandate und Ähnlichem. Die Umstände des Lebens sollen uns dazu führen, diesen Plan zu entdecken und ihm zu folgen. Durch diesen Plan und Weg will Gott, dass wir ihn als unseren ewigen Vater finden und unser gesamtes Vertrauen in ihn setzen. In meinem Fall hat er mir, so glaube ich, das kybun Gesundheitskonzept geschenkt, um die Schmerzen der Menschen zu lindern und ihnen die Geschichte und Ziele von kybun zu vermitteln. Und hier ist es mein Hauptanliegen, dass wir durch unser Schaffen, unser Tun und unsere Geschichte auf den Gott der Bibel und vor allem auf den Erlöser Jesus Christus hinweisen können, damit auch diese Menschen in ihre Lebensbestimmung finden dürfen.»